Geschichte

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Gründungsprotokoll von 1933
Am 9.Juli 1933 wurde die Gartensparte Aue gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten die Gartenfreunde    


              Otto Scharf               1.Vorsitzender
              Otto Enke                 2.Vorsitzender
              Heinz Wernicke        1.Schriftführer
              Hermann Bach          2.Schriftführer    
              Wilhelm Kunzmann    1.Kassierer
              Karl Ringleib              2.Kassierer

so stattlich ist die Linde heute
Zuerst dachte man an Vergnügen und baute 1934 eine Kegelanlage zum Platzbahnkegeln.
Die 1. Lauben entstanden ab dem Jahre 1935.
Böse Erfahrungen machten die Gärtner, als sie in mehreren Jahren durch Wildkaninchen heim gesucht wurden.
Aber man ließ sich nicht entmutigen und die Anlage entwickelte sich hervorragend und im Jahre 1940 wurde man mit dem Preis der "Grünen Post", der Plakette "Goldener Spaten" ausgezeichnet.
Für die Umzäunung der Anlage wurde jeder Pächter verpflichtet 2 Betonsäulen anzufertigen.
Unsere heutige stattliche Linde wurde im Jahre 1942 gepflanzt und der Leitspruch dazu lautete:" Arbeitet alle im freundschaftlichen Sinne und lasst keine Missgunst aufkommen!"

Im August 1945 fand die 1.Vorstandssitzung nach dem 2. Weltkrieg statt und Unsicherheiten, die die Pächter beschäftigten, wurden geklärt. Ein Wachdienst, der die Obsternte sichern sollte, wurde eingerichtet.
Für die Jahre 1946/47 waren leider keine Aufzeichnungen zu finden, dafür ging es aber 1948 turbulent weiter. Eine Kassenprüfung mußte die Sparte über sich ergehen lassen, die Kassenbücher wurden beschlagnahmt, Differenzen wurden geklärt.
Ein Novum für den Vorstand - die 1.weibliche Schriftführerin, Frau Gräbe, wurde gewählt.
1950 plante man eine Neugestaltung der Gartenanlage, sie wurde zur Kleingärtenuntergruppe Aue Eisleben 1933 der Ortsgruppe Eisleben im Landesausschuss der Kleingartenhilfe des FDGB, Sachsen - Anhalt.
Die Wasserpreise im Jahre 1951 lassen manchen heutigen Gartenfreund träumen: 5,42 DM, der Preis für die Schädlingsbekämpfung  betrug 141,00 DM. Im gleichen Jahr gab es 20 Pflichtstunden und zum Kinderfest mußten 50g Fleischmarken und 50g Zuckermarken abgegeben werden.
Am 17.4.1955 wurde durch den ältesten Pächter, Hermann Kunzmann, symbolisch der 1.Spatenstich für das Gartenheim getan. Das Gartenheim konnte 1956 eingeweiht werden. Der 1.Pächter ab1957 war Willi Scharfe, dem im Jahre 1959, nach festgestelltem Obstdiebstahl, die Kündigung ausgesprochen wurde.
Leider endete diese Angelegenheit recht tragisch durch den Selbstmord des ehemaligen Pächters.
Ein neuer Pächter mußte, auf Grund zu hoher Preise, das Gartenheim 1960 schließen.
Umzug vor dem Gartenfest

Kutschfahrten beim Kinderfest
Die IGA in Erfurt war das Ziel eines Ausfluges der Gartenfreunde im Jahr 1961.
Es sollten die Mengen des abgegebenen Obstes und Gemüse, sowie die NAW - Stunden(Nationales Aufbauwerk) gemeldet werden.
30 Rollen Dachpappe und Hühnerfutter, 1000 Holzlatten, 4m³ Holz erhielten die Gartenfreunde in den nachfolgenden Jahren. Der Bau einer Toilettenanlage und einer Kegelbahn wurde geplant.
Leider ließ das Interesse am Kleingarten erheblich nach, zu den Schulungen erschienen sehr wenige Gartenfreunde,ebenso wurde an die Pächter appelliert, nicht die vorhandenenZaunvorräte zu verarbeiten!
Zum 40. Gründungstag der Sparte 1973 gab es eine Obst - und Gemüseausstellung, Preisskat, Preiskegeln, eine Chronikausstellung, einen Lampionumzug und ein Kinderfest.
Unehrliche Menschen stahlen 1975 Dachrinne, Abflusskästen und 100 Osterglocken. Dieser Diebstahl wurde der Polizei gemeldet, aber nie aufgeklärt.

Zur Versorgung der Bevölkerung gab es die Auflage, daß 150 kg Obst und Gemüse pro 100 m² und Kaninchenfleisch 1976 abzugeben sind.
1979 ging es an die Elektrifizierung der Gartenparzellen.
Arbeitseinsätze am Gartenheim bringen 1874 freiwillige Stunden, es wurde die Erlaubnis zum Bau der Toilettenanlage erteilt.
Am 25.August 1983 übernimmt Familie Hodam die Gaststätte und führt diese recht erfolgreich.
Zum "Anerkannten Erholungsgebiet" wurde die Anlage 1984.
Die Frauenarbeit ließ allerdings zu wünschen übrig. Deshalb konnte 1986 das Wettbewerbsprogramm nicht erfüllt werden. Von den Kindern in der Anlage wird etwas mehr Disziplin gefordert.
Das Gartenjahr 1988 brachte ein Wasserspritzverbot für den Schlauch, 125 kg Obst und Gemüse pro 100 m² als Abgabe und die Auszeichnung "Hervorragendes Gartenkollektiv".
Das Motto "Schöner unsere Städte, Gemeinden, Wohnbezirke - mach mit" betraf auch unsere Gartensparte. Man forderte auch niveauvolle Veranstaltungen in der Gaststätte, die seit Juni 1988 von einem neuen Pächter betrieben wurde.
1990 kam die Wende und der Vorstand stellte den Antrag, den alten Vereinsnamen "Aue" wieder führen zu können.
Familie Hodam im Team

Hauptweg der Gartenanlage
Allen fiel ein Stein vom Herzen, als bekannt wurde, daß der Pachtvertrag aus dem Jahre 1943 weiterhin seine Gültigkeit behält. Eine Kassenprüfung ergab, daß alles in Ordnung war und es wurde der weitere Innenausbau sowie der Außenputz der Gaststätte geplant.
Weitere Projekte in den nachfolgenden Jahren wurden in Angriff genommen, dazu gehörten: der Holzzaun wurde durch einen Maschendrahtzaun ersetzt, die Abwasserleitung zur Gaststätte verlegt, die Zufahrt befestigt. Es wurden Werte im Gesamtpreis von 50000 DM geschaffen.
Leider wurden die Spielgeräte, Klettergerüst und Karussell entfernt, da es dafür keinen TÜV gab. Dann gab es Jahre, von denen nur Kassenberichte vorlagen, deshalb fällt hier unsere kleine Chronik etwas mager aus.
Mehrmalige Einladungen zu Gartenfesten für die gesamte Anlage stießen auf taube Ohren. Aus diesem Grunde kamen wir auf die Idee, Gangfeste durchzuführen, die von Erfolg gekrönt waren. Die dabei entstandenen "Fotodokumente" kann man unter der Seite "Gartenfeste" sehen.
Die Elektroanlage der Gartensparte hatte eine Modernisierung nötig und 2004 ging diese erfolgreich über die Bühne.
Mit einigen Gartenfreunden mußte ein mahnendes Wort gesprochen werden, denn einige nahmen an, daß leere Gärten zu Müllhalden umfunktioniert werden sollten. Dies entspricht aber nicht dem Sinne des Gärtnerdaseins!!

Eingang zum Vereinsheim
Nachdem unser langjähriges Wirtsehepaar Drogi aus Alters - und Gesundheitsgründen ihre Tätigkeit beendet hatten, standen wir vor dem Problem "Was wird aus dem Vereinshaus?" Wir suchen auch heute noch nach einem geeigneten Betreiber für unser Vereinsheim.
Mit über 30 fleißigen Helfern wurde es 2007 renoviert, neu möbliert durch viele Mobilarspenden von Gartenfreunden und vorläufig steht es ihnen zur Nutzung privater kleiner Feierlichkeiten zur Verfügung,  damit es nicht verfällt. In freiwilliger Hilfe wird das Vereinsheim auch weiterhin "scheibchenweise" modernisiert und gepflegt.
2008 gelang es uns endlich ein sehr schönes Gartenfest, anlässlich des 75. Jahrestages unserer Sparte, zu organisieren. Bilder dazu sind auf den Seiten "Gartenfeste" zu finden. Unsere Ehregäste waren die OB Frau Fischer und der Gartenfreund Marschner vom Regionalverband. Nach vielen guten Glückwünschen ging die Post ab. Unsere Kinder hatten Spass mit dem Spielmobil vom SSV, der Eisverkäufer war da, eine attraktive Tombola war ganz schnell ausverkauft, an der Gulaschkanone mit sehr schmackhaften Kesselgulasch oder am Würstchenstand standen die Gartenfreunde Schlange.
Viele Frauen halfen, ein herrliches Kuchenbuffett zu gestalten. Am Abend ein Highlight: die "Schwarzen Schwestern aus Volkstedt" gaben uns die Ehre und rissen alle Gartenfreunde mit ihrem Temperament von den Bänken. Aber auch unser wunderbares Männerballett, welches zur Musik der "Kleinen Schwäne", die Beine schwang, begeisterte das Publikum,bevor am späten Abend mit Musik und Tanz die Feier zu Ende ging.
Eine Wiederholung wird gewünscht, spätestens 2013, wenn wir 80!!! werden. Die Vorbereitungen laufen schon!
Aber erst einmal  steht das Problem der Erneuerung der Wasserleitungen an, welches wir im Jahr 2010 in Angriff nehmen werden.
In bestimmten Abständen werden wir unsere kleine Gartenchronik vervollständigen, es gibt sie aber auch als gedruckte Ausgabe und wer will, kann diese bestellen.